Wetter-Lexikon

 

Private Wetter- & Amateurfunkstation DG2SBL Gaildorf Kreis Schwäbisch Hall 376m über NN - 48° 59' 39'' Nord - 09° 45' 50'' Ost

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WETTER-LEXIKON

 

Barometrischer Luftdruck

Das Gewicht der Luft unserer Atmosphäre erzeugt einen bestimmten Luftdruck auf der Erdoberfläche. Dieser Luftdruck wird auch atmosphärischer Luftdruck genannt. Je mehr Luft sich über einer Fläche befindet, desto höher ist der atmosphärische Luftdruck, .d.h. der atmosphärische Luftdruck ändert sich mit der Höhe. Unterschiedlich hoch gelegene Orte haben daher auch unterschiedlichen Luftdruck. Um einen "generellen" Luftdruck zu erhalten wird dieser daher auf mittlere Meereshöhe umgerechnet. Dieser Luftdruck ist dann der allgemein bekannte barometrische Luftdruck (im Mittel 1013,2 mBar oder hPa). Der barometrische Luftdruck ändert sich ebenfalls mit den lokalen Wetterbedingungen und ist daher ein wichtiges Werkzeug für die Wettervorhersage. Hoher Luftdruck steht immer in Verbindung mit warmen Luftmassen, während tiefer Druck auf kalte Luftmassen hindeutet. Für Wettervorhersagen ist die Änderung des Luftdruckes generell wichtiger als dessen absoluter Wert. Steigender Luftdruck bedeutet stets eine Verbesserung der Wetterbedingungen und umgekehrt.

 

Blattfeuchte

Die Blattfeuchte stellt einen Wert dar, welcher Ihnen den Zustand der Vegetation/Blätter in Bezug auf deren Oberflächenfeuchte wiedergibt. Gemessen wird dieser Wert über einen sogenannten Blattfeuchte-Sensor, welcher den Zustand der Blattoberfläche simuliert. Die Messwerte sind wichtige Indikatoren für die Beurteilung der Pflanzenbewässerung oder für die Beobachtung der Natur in Hinsicht auf Waldbrandgefahr.

 

Bodenfeuchte

Wie der Name schon vermuten lässt, ist dies eine Messgröße für den Feuchtegehalt des Erdbodens. Die Bodenfeuchte wird in Zentibar, in einem Bereich non 0 bis 200 gemessen und ist hilfreich bei der Bestimmung des Zeitpunktes für die Bewässerung. Ein hoher Messwert deutet auf trockeneren Boden hin und umgekehrt.

 

Evapo-Transpiration

Die Evapotranspiration (ET) ist nichts anderes, als die Wasserdampfmenge, welche in einem bestimmten Gebiet von der Luft aufgenommen wird. Die ET ist genau genommen eine kombinierte Messgröße, welche die abgegebene Wasserdampfmenge von feuchten Vegetationsoberflächen und Blättern (Evaporation) und die abgegebene Wasserdampf-Menge durch Ausdunstung der Pflanzenhaut (Transpiration) zu einem Gesamtwert vereint. Im Endeffekt ist die Evapo-Transpiration das Gegenteil von Regen (Wasser wird in die Atmosphäre zurückgegeben), sie wird daher auch in Zoll oder mm angegeben.

 

Hitze-Index

der Hitze-Index, oder auch Temperatur/Feuchte-Index (T-F-Index) sagt aus, wie warm wir die Luft momentan empfinden. Die entscheidende Größe für diesen Messwert liefert dabei die Luftfeuchtigkeit. Der Hitze Index kommt erst ab Temperaturen über +14° C zum Tragen, darunter wird auch von der Wetterstation kein Wert errechnet. Je höher die Luftfeuchtigkeit ist, umso weniger Wasserdampf kann die Luft zusätzlich aufnehmen. Unser Körper regelt seinen Temperaturhaushalt bei hohen Außentemperaturen durch Verdunstung von Wasser über die Hautoberfläche. Bei diesem Vorgang wird Energie verbraucht, was zur Abkühlung führt. Je höher nun der Sättigungsgrad der Umgebungsluft mit Wasserdampf ist, desto weniger bzw. langsamer wird der Wasserdampf unserer Haut von ihr aufgenommen, d.h. die natürliche Kühlung unseres Körpers wird verlangsamt oder sogar gestoppt, was zu einer Überhitzung mit Hitze-Stress- oder erhöhtem Hitzschlag-Risiko führt. Der Hitze Index ist deshalb ein wichtiger Indikator, wie wir unseren Körper bei der jeweiligen Wettersituation belasten können.

 

Relative Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit an sich gibt den Wasserdampfgehalt der Luft an. Wieviel Wasserdampf die Luft aufnehmen kann, hängt stark von deren Temperatur und dem Luftdruck ab. Man spricht deshalb von relativer Luftfeuchtigkeit. Sie beschreibt den momentanen Wasserdampfgehalt der Luft, als Prozentwert zur maximal möglichen Aufnahmemenge bei gegebenen Verhältnissen. Die relative Luftfeuchtigkeit stellt also keinen absoluten Wert der Feuchtigkeit dar. 100 % relative Luftfeuchtigkeit bedeutet daher nicht, dass man sich unter Wasser befindet. Es heißt lediglich, dass die Luft momentan nicht mehr Wasser aufnehmen kann und eine Sättigung vorhanden ist. Die absolute Luftfeuchtigkeit wird in Gramm-Wasserdampf / Kubikmeter-Luft angegeben: So kann z.B. Luft mit einer Temperatur von 0°C 5g Wasserdampf aufnehmen; Luft mit einer Temperatur von 20°C bereits 17g und bei 30°C sind bereits 30g Wasserdampfgehalt möglich. Jeder dieser Zustände entspricht dabei 100% relative Luftfeuchte. Die relative Luftfeuchtigkeit ist ein wichtiger Indikator für die Bestimmung der Evapo-Transpiration von Pflanzen und feuchten Oberflächen, da warme trockene Luft eine hohe Kapazität für die Aufnahme von Wasserdampf besitzt.

 

Solarstrahlung

Mit dieser Wetterstation ist es möglich, die aktuelle Solarstrahlung, besser bekannt als "Globale Solarstrahlung", zu messen. Ein Messwert, der die Intensität der Solarstrahlung beschreibt, welche auf der Erdoberfläche auftrifft. Diese Strahlungsstärke umfasst sowohl die direkte, wie auch die diffuse Komponente des restlichen Himmels. Die Anzeige der Wetterstation entspricht der momentanen Strahlung in Watt/m2. Wenn diese Leistung über einen bestimmten Zeitraum summiert wird, erhält man die sogenannte Sonnenenergie, sie wird in Langleys angegeben. 1 Langley = 41,84 Kilojoule pro Quadratmeter = 11,622 Watt-Stunden pro Quadratmeter.

 

Taupunkt

Der Taupunkt ist jene Temperatur, bei der die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist (100% relative Luftfeuchtigkeit). Bei weiterer Zuführung von Wasserdampf oder weiterer Abkühlung der Luft kommt es zur Kondensation. Der Taupunkt ist ein wichtiger Indikator für die Vorhersage von Dunst, Nebel oder Wolkenbildung (Wolkenuntergrenze in der Luftfahrt). Da die Temperatur in der Höhe abnimmt, kann durch die Differenz zwischen Taupunkt und Außentemperatur die Höhe der Kondensationsvorgänge bestimmt werden (Wolkenbildung). Liegen z.B. Taupunkt und Lufttemperatur in den Abendstunden sehr nahe beieinander, ist die Wahrscheinlichkeit von Nebelbildung während der Nacht sehr hoch. Der Taupunkt gibt auch einen Hinweis für den Wassergehalt der Luft: Hohe Taupunkt Werte bedeuten einen hohen Wasserdampfgehalt der Luft und tiefe Werte einen niedrigen Wasserdampfanteil. Ebenso ist es möglich, mit dem Taupunktwert die tiefsten Nachttemperaturen vorherzusagen. Vorausgesetzt es ziehen während der Nacht keine neuen Wetterfronten auf, gibt Ihnen der Taupunktwert am Abend die tiefste Temperatur der Nacht an.

 

Temperatur

Die Wetterstation misst mit einem externen und einem internen Temperatur-Sensor sowohl Außen- als auch Innentemperatur.

 

THSW Index (Temperatur- Feuchte- Sonne- Wind Index)

Der THSW Index ist ein Messwert, der die Faktoren des Wind Chill und des Hitze Index, sowie den Einfluss der aktuellen direkten Solarstrahlung auf unser Temperaturempfinden kombiniert. Mit dieser Messung hat man einen sehr guten Indikator, für die Belastungsfähigkeit unseres Organismus bei momentanen Wetterbedingungen.

 

UV-Strahlung

Die Energie der Sonne erreicht die Erde in Form von sichtbarem, infrarotem und ultraviolettem Licht (UV). Die Berührung mit UV-Strahlung kann eine Vielzahl gesundheitlicher Probleme, wie Sonnenbrand, Hautkrebs, Hautalterung und Hautnässen verursachen.

 

Wind

Unter Wind versteht man eine Luftbewegung, die ursprünglich durch folgenden Vorgang entsteht: Warme und kalte Luftmassen produzieren Gebiete mit verschieden hohen Luftdrücken, die sich dann untereinander ausgleichen, als Resultat entsteht Wind. Die Wetterstation misst Windgeschwindigkeit und Windrichtung (die Richtung aus der der Wind bläst).

 

Wind Chill

beim Wind Chill handelt es sich um einen Effekt, der uns die Luft "kälter" fühlen lässt, als dies tatsächlich der Fall ist. Dieses Phänomen ist sehr leicht erklärbar: Ist die Lufttemperatur niedriger als unsere Körpertemperatur, so gibt dieser Wärme an die ihn umgebende Luftschicht ab. Zwischen unserem Körper und der Umgebungsluft entsteht so eine "isolierende Luftschicht", welche uns sozusagen nicht die wirkliche Temperatur spüren lässt. Wird nun durch Windeinfluss diese "Isolationsschicht" weggeblasen, empfinden wir daher die herrschende Temperatur kälter, als ohne Windeinfluss. Dieser Effekt tritt spürbar erst ab einer Temperatur von weniger als + 7° C auf. Das bedeutet, je größer die Windstärke ist, desto niedriger empfinden wir die Temperatur. Bei höheren Temperaturen hat die Windstärke keinen Einfluss auf die "gefühlte Temperatur" und der Wind Chill ist daher gleich der Temperatur.

 

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